Kurzinterview | 3 Fragen | 13.09.2017


Meine Autorenkollegin Elian Mayes hat mich auf Facebook nominiert, nachfolgendes Kurzinterview zu geben:
Autoren arbeiten hart, und natürlich gibt es einen Wettbewerb. Trotzdem sehen wir uns nicht als Konkurrenten, denn wir lieben alle dasselbe: das Schreiben, unsere Protas und natürlich unsere Leser. Und wir haben alle auch Kollegen, die wir sehr schätzen.
Deshalb beantworte diese drei Fragen über dich und nominiere drei deiner geschätzten Autorenkollegen, damit sie dasselbe tun.


1. In welchem Genre schreibst du?
Gay- Drama. Angefangen zu schreiben habe ich schon recht früh und die allerersten Geschichten mit 8 Jahren waren auch immer eine bunte heile Welt. Dann wurde es aber zunehmend dramatischer und spannender. Ich habe auch drei Detektiv-Geschichten geschrieben mit ca. 9/10 Jahren. In den späteren Geschichten habe ich meinen Protagonisten jedoch immer schlimmes Leid zugefügt. Weiß nicht, woher diese Leidenschaft rührt. War irgendwie schon immer so, dass mich das mehr berührt, aufgewühlt und beschäftigt hat. Ähnlich ist dem ja auch mit Büchern oder Filmen, die ich für mich auswähle. Da ist selten mal was rein Erheiterndes dabei. Ich mag es tiefgründig, anspruchsvoll und bewegend.

2. Wie lautet der Titel deines nächsten Buches, und wann wird es erscheinen?
Wie ja die meisten wissen, arbeite ich derzeitig an dem Fortsetzungsroman zu meinem Debut ›Der steinerne Garten‹, in welchem zwei sehr unterschiedliche junge Männer aufeinandertreffen – gerade zu prallen – und sich aufgrund diverser Begebenheiten immer wieder miteinander beschäftigen müssen. Der eine ist hochintelligent und wirkt sonderbar in sämtlichen Aktionen und Interaktionen und der andere hat mit seiner kriminellen Vergangenheit und den Folgen daraus zu kämpfen. Durch den immer wiederkehrenden Kontakt beginnen die beiden schließlich etwas füreinander zu empfinden, wobei keiner so recht weiß, wie er mit diesen Gefühlen umzugehen hat.
›Die Scherben seiner Seele‹ wird der zweite Band sein und es ist geplant, dass er im Frühsommer 2018 erscheinen wird.

3. Schreibst du hauptberuflich, nebenberuflich regelmäßig oder rein hobbymäßig?
Ich schreibe rein hobbymäßig. Früher habe ich immer mal davon geträumt, davon leben zu können. Heute weiß ich, dass der Druck der Tod für meine Muse wäre. Ich kann nicht unter Druck schreiben. Ich brauche Zeit. Ich brauche Zeit, dass sich die Geschichte entwickeln kann, ich muss sie vor mir sehen, sie muss in sich logisch sein, ich muss sie fühlen und sie muss sich vor Allem richtig anfühlen. Oft ergänze ich Dialoge noch Monate nachdem sie geschrieben wurden, ich lese meine Texte immer wieder und verändere, bis sie gänzlich passen. Das braucht viel Zeit. Zeit, die ich hauptberuflich nicht hätte, da ich davon meinen Lebensunterhalt bestreiten müsste. Und das würde ich nicht wollen. Zudem gibt es auch manchmal andere Dinge in meinem Leben, welche mich reizen und die dann einfach Vorrang haben. Aus diesem Grunde kann ich auch nicht behaupten, dass ich regelmäßig schreibe. Es gibt Phasen, da schreibe ich ziemlich viel, weil es mir auch sehr gut von der Hand geht und ich nur dem fertigen Film in meinem Kopf folge, ein anderes Mal hakt es … dann weiß ich, ich muss erst einmal etwas pausieren. Der Anspruch, den ich an mich selbst stelle ist immens hoch.


Anschließend habe ich drei weitere meiner Kollegen für das Kurzinterview nominiert: Sarah Pearson, Frank Böhm, Tristan Thomas.
Die FB- Profile sind öffentlich zugänglich. Ihr könnt das Interview, sofern die drei meinem Aufruf folgen, daher in Kürze lesen.